eScooter Verleih in Berlin – Anbieter im Vergleich – Preise, Apps & Co

In Berlin gibt es 6 Anbieter von e-Scootern (Lime, Tier, Bird, Circ, Moo, Voi), die es dir ermöglichen die Stadt zu entdecken und kurze Distanzen individuell und spontan zurückzulegen. Dadurch bist du bei deinem Städtetrip oder im Berufsverkehr unabhängig von Bus und Bahn.

Während sich die Funktionsweisen der E-Tretroller und das Ausleihen per Handy-App bei allen Anbietern sehr ähneln, gibt es Unterschiede bei den Kosten, die von der Leihdauer und -häufigkeit abhängen.

Auch die Verfügbarkeit der eScooter (Anzahl, Standorte) und die erlaubten Gebiete sind unterschiedlich und solltest du vor Fahrtantritt überprüft haben.

In aller Kürze – Das Fazit

In Berlin ist der günstigste Anbieter für kurze Strecken VOI. Ab einer Fahrtdauer von 30 Minuten sind BIRD und CIRC günstiger, ab 60 Minuten die Tagespakete von LIME, TIER und VOI.

Ich empfehle dir TIER und VOI zu nutzen, da die Preisstruktur fair und transparent ist. Außerdem stehen diese beiden Anbieter für mehr Innovation und Nutzerfreundlichkeit. Die App funktioniert tadellos und die Verfügbarkeit der eScooter ist ebenfalls gut.

LIME, BIRD und CIRC haben jeweils eigene Nachteile, auf die ich in diesem Artikel weiter eingehe. Grundsätzlich funktioniert aber auch hier der Verleih ohne Probleme.

(MOO hat derzeit anscheinend ein paar Probleme und so kann man sich u.a. nicht registrieren. Sobald die App wieder verfügbar ist werde ich den Anbieter wieder hier aufnehmen.)

Du hast also (fast) alle Anbieter zur Auswahl. Du musst für dich entscheiden, was dir wichtig ist.

In der Praxis ist die Verfügbarkeit für dich wahrscheinlich ein wichtiges Kriterium, da du schnell einen eScooter finden und nutzen willst. Dies geht am besten, in dem du mehrere Anbieter nutzt. Lade dir also 2 – 3 Apps herunter und sammle Erfahrungen mit den Anbietern und deren Verfügbarkeit in deinem Bereich.

Dabei solltest du beachten, dass bei einigen Anbietern ein Guthaben aufgeladen werden muss (Prepaid). Mehr Infos erhältst du bei der Preisübersicht.

Zusammenfassung im Detail

Die Wahl eines eScooter-Anbieters ist nicht immer leicht, denn gerade die Vielzahl an Firmen und Unterschiede in der Bezahlstruktur und den Fahrbereichen macht es unübersichtlich.

Daher habe ich dir alle wichtigen Informationen über den eScooter-Verleih in Berlin einer Übersicht zusammengetragen:

Alle Informationen bekommst du natürlich hier in diesem Artikel, egal ob es die Preisstruktur, die Zahlmöglichkeiten, die Fahrbereiche oder die Verfügbarkeit der Scooter ist.

Der günstigste eScooter Anbieter in Berlin

Die Preise der Anbieter sind ein entscheidendes Kriterium für die Wahl eines eScooters. Dabei setzen fast alle Firmen auf eine Kombination aus Entsperrgebühr (1,- EUR) und Minutenpreis (0,15 – 0,20 EUR).

Aus dieser Kombination und den leichten Abweichungen ergibt sich, das bestimmte Anbieter für unterschiedliche Fahrdauern jeweils am günstigsten sind.

Dabei lässt sich die Fahrdauer nur schwer in eine pauschale Distanz umrechnen. Je nach Verkehrssituation schafft ein eScooter zwischen 5 und 15 km in der Stadt pro Stunde.

Die Abrechnung über die Minutenpreise ist für lange Fahrten sehr ungünstig, da die Kosten schnell ansteigen.

Dies haben auch die Anbieter erkannt und so gibt es einige Firmen, die Abos oder Pauschalpreise anbieten.

Diese sind mitunter auch über mehrere Tage buchbar. In meiner Übersicht habe ich jeweils das Tages-Abo mit aufgeführt. Selbstverständlich sind mehrtägige Pakete noch günstiger.

Solltest du dauerhaft Vielfahrer sein, dann sind auch die Tagespakete relativ teuer. Dann lohnt sich ein Monats-Abo, das einige Anbieter haben.

Alternativ kannst du dir deinen persönlichen eScooter bei anderen Dienstleistern mieten (zum Beispiel OttoNow oder Grover).

Natürlich steht auch der Kauf eines eigenen eScooters zur Debatte. Mit meinem Online-Rechner kannst du die realen Gesamt-Kosten schnell ermitteln und weißt genau, ob sich die Investition lohnt.

Wie leiht man einen eScooter in Berlin aus?

Das Ausleihen der E-Tretroller in Berlin funktioniert bei allen Anbietern nahezu identisch. Unterschiede ergeben sich hauptsächlich bei der Bezahlung.

Du brauchst ein internetfähiges Handy und die Standortinformationen müssen aktiviert sein. Außerdem solltest du deine E-Mails mobil abrufen können, da dir häufig eine Bestätigungsnachricht zugeschickt wird.

Der Ablauf sieht dann so aus:

Anleitung: So leiht man einen eScooter in Berlin

  1. App laden (Download-Links der Apps in der App-Übersicht)
  2. Kontaktinformationen eingeben
  3. Ggf Konto aufladen
  4. Scooter suchen
  5. Scooter freischalten
  6. Fahren
  7. Fahrt beenden

Wo darf man fahren?

E-Scooter sind Elektrokleinstfahrzeuge und seit 2019 legal in Deutschland unterwegs. Ihre Fahrbereiche richten sich nach der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung und entsprechen (vereinfacht gesagt) denen von Fahrrädern.

Überall wo Fahrräder fahren dürfen, darfst du auch E-Tretroller fahren.

Nicht erlaubt sind dabei Straßen (wenn ein Fahrradweg vorhanden ist) sowie Gehwege. Ausnahme hiervon sind Fußgängerbereiche, in denen dies durch das EKF-Frei-Schild explizit erlaubt ist.

EKF-Frei Verkehrszeichen

Für die Verleih-Anbieter gelten weiter einschränkende Regelungen, die der Betreiber individuell mit der Stadt vereinbart hat. Hierdurch sollen sensible Gebiete (wie Einkaufsstraßen und andere von Fußgängern hoch frequentierte Zonen) geschützt und die Überflutung der Innenstädte vermieden werden.

Jeder Verleih-Anbieter hat unterschiedliche Verbotszonen.

In der jeweiligen App werden diese Gebiete als Verbotszonen dargestellt. Du kannst diese zwar befahren (wenn du dich an die Fahrbereiche der Fahrräder hältst), darfst die E-Scooter jedoch nicht abstellen. Das Starten oder Beenden einer Fahrt ist dort also nicht möglich.

Die Verbotszonen sind dabei kein starres Konstrukt, sondern werden durch die Anbieter regelmäßig angepasst. Dies kann sowohl weitere Einschränkungen als auch Erweiterungen betreffen. In der Innenstadt prägen häufig negative Erfahrungen mit den Rollern das Bild, was die Behörden zu Maßnahmen zwingt. Dafür kommt es in den Außenbereichen durch Expansion und Vergrößerung der Fahrzeugflotten gerne auch mal zur Erweiterung.

In Berlin sehen die Bereiche für die einzelnen Anbieter aktuell so aus:

Aktuelle Zonen von Lime in Berlin
Aktuelle Zonen von Tier in Berlin
Aktuelle Zonen von Voi in Berlin

Auf den Bildern erkennst du, dass sich viele Bereiche bei den Anbietern ähneln. Die Verbotszonen im Innenstadtbereich sind sich sehr ähnlich.

Schaust du etwas mehr ins Detail erkennst du, dass TIER einen etwas restriktiveren Kurs fährt. Hier sind viele kleinere Gebiete ausgenommen. Dafür besitzt man aber eine bessere Abdeckung der ganzen Stadt – das Fahrgebiet ist am größten.

Die Zonen von BIRD und CIRC sehen sehr ähnlich aus und kannst du in den Apps im Detail sehen.

In der Summe sind die Unterschiede in der Stadt gar nicht so groß. Du solltest aber natürlich darauf achten, dass deine Zielstrecke in den erlaubten Zonen liegt.

Wie viele eScooter haben die Anbieter in Berlin?

Das Geschäftmodell des eScooter-Verleihs ist in den ersten Jahren auf Wachstum und Verdrängung ausgelegt. In dieser Phase der Expansion werden keine Gewinne gemacht. Es geht darum Marktanteile zu gewinnen und die Konkurrenz zu überleben.

Daher ändert sich die Zahl der Scooter relativ häufig. In der Regel kommt es aber eher zu einem Anstieg. Du wirst also eher mehr Fahrzeuge zur Verfügung haben (als hier angegeben).

Die exakte Zahl der eScooter ist natürlich Betriebsgeheimnis der Anbieter.

Nur selten geben die Anbieter oder Behörden eine präzise Auskunft. Hinzu kommen saisonale Schwankungen (weniger Fahrzeuge im Winter) und besondere Ereignisse (CoViD-19).

AnbieterAnzahl der eScooter
LIME1500
TIER2500
BIRD1500
CIRC2000
VOI800
Ungefähre Anzahl der verfügbaren eScooter

Wann kann man die eScooter in Berlin ausleihen? (Betriebszeiten)

Die eScooter werden bei fast allen Anbietern nachts eingesammelt und aufgeladen. Am frühen Morgen werden sie wieder dann wieder in den Städten verteilt.

Hierdurch ergibt sich eine Zeit, in der nur wenige oder keine Roller zum Verleih zur Verfügung stehen. Exakte Betriebszeiten geben die Anbieter dabei ungerne an.

Folgende Zeiten geben jedoch einen guten Anhalt:

AnbieterBetriebszeiten
LIME0 – 24 Uhr
TIER0 – 24 Uhr
BIRD7 – 21 Uhr
CIRC7 – 21 Uhr
VOI6 – 22 Uhr
Betriebszeiten der eScooter in Berlin

Diesen Ablauf versuchen die Hersteller in naher Zukunft zu verbessern.

Das Aufladen (“Juicing” genannt) wird vielfach noch von einzelnen Selbstständigen durchgeführt, die hierfür eine Provision der Anbieter bekommen.

Mittlerweile versuchen die Firmen den Vorgang öfter selbst durchzuführen und dabei auch technische Kontrollen einzubauen. Außerdem wird die Vernetzung verbessert und leere Scooter melden sich auch tagsüber bereit zur Abholung.

Zusätzlich gibt es einzelne Projekte (zum Beispiel von Tier) in denen mobile Ladestationen aufgebaut werden. In diesen sollen die Scooter geparkt und aufgeladen werden.

Die Verfügbarkeit wird also zukünftig Nachts größer sein.

Wie kann man bei den eScooter Anbietern bezahlen?

Die Bezahlung im E-Tretroller-Verleih legt jeder Anbieter selbst fest. Dabei gibt es zwei Unterscheidungen, auf die du achten solltest:

  1. Ist es erforderlich mit einem Guthaben zu bezahlen?
  2. Welche Zahlmethoden bietet der Anbieter an?

Dies sieht für Berlin folgender Maßen aus:

AnbieterBezahlung ohne GuthabenBezahlmethoden
LIMENeinKreditkarte, Google Pay, Paypal
TIERJaKreditkarte, Paypal
BIRDJaKreditkarte, Google Pay, Paypal
CIRCJaKreditkarte, Paypal
VOIJaKreditkarte, Paypal
Zahlmethoden der eScooter in Berlin

Die Abwicklung über ein vorher gekauftes Guthaben ist nicht kundenfreundlich. De facto bezahlst du hier für eine Leistung die erst in der Zukunft liegt. Ob und wann du das Guthaben nutzen wirst ist dabei offen. Gerade Wenig-Fahrer laufen hier Gefahr Geld unnötig investiert zu haben.

Außerdem machen sich die Anbieter hier den psychologischen Effekt zu Nutzen, dass du bei der weiteren Nutzung nicht mehr das Gefühl hast Geld auszugeben. Es ist „ja eh schon bezahlt“ und „das muss ich sowieso nutzen“. Die Nutzungshäufigkeit wird damit künstlich gesteigert.

Ich rate dir daher davon ab und empfehle dir auf Anbieter zu setzen, bei denen pro Fahrt bezahlt werden kann.

Etwas anders sieht es aus, falls du Vielnutzer bist (oder sein wirst). Dann braucht das Aufladen von Guthaben für dich kein negativer Faktor sein.

Die Bezahlung funktioniert bei allen Anbietern über die App und problemlos.

Die Bezahlmethoden hingegen unterscheiden sich noch etwas, werden jedoch bei allen Anbietern nach und nach besser. Während am Anfang fast ausschließlich die Zahlung mit Kreditkarte möglich war, ist inzwischen die Bezahlung per Paypal & Co weit verbreitet.

Auch hier rate ich dir zu kundenfreundlichen, einfachen, schnellen und unkomplizierten Bezahlwegen. Je nach persönlicher Präferenz ist dies für dich wahrscheinlich Paypal oder die Sofortüberweisung mit deinem Zahlungsanbieter.

Diese bieten häufig auch einen Käuferschutz, der dir bei Problemen zusätzliche Sicherheit für dein investiertes Geld gibt.

Welche Unterschiede gibt es bei den eScooter Apps?

Das Ausleihen der eScooter funktioniert ausschließlich über die Apps der Anbieter. Der Aufbau der Anwendungen ist dabei stets gleich.

LIMEAppleAndroid
TIERAppleAndroid
BIRDAppleAndroid
CIRCAppleAndroid
MOOAppleAndroid
VOIAppleAndroid
Aktuelle Download-Links aller Anbieter

Nachdem du die App heruntergeladen und installiert hast, musst du deine Kontaktinformationen angeben und bekommst eine Grundeinweisung über die Funktionsweise und die Regeln. Nach Bestätigung der AGB kannst du die App nutzen.

Zum Ausleihen eines E-Tretrollers benötigt du je nach Anbieter vielleicht ein Guthaben. Dieses kannst du nun in der App aufladen.

Jede Anwendung verfügt über eine Kartenansicht, sowie ein Menü.

In der Kartenansicht wird deine Position ermittelt und angezeigt. In der Nähe (bzw. auf dem gewählten Kartenausschnitt) verfügbare eSooter werden dir mit den entsprechenden Symbolen angezeigt.

Mit einem Klick auf den Scooter bekommst du weitere Informationen angezeigt. Hierzu zählen der Akkustand und die sich daraus ergebene Reichweite.

Je nach Anbieter kannst du den Scooter jetzt auch schon reservieren.

Die meisten Modelle verfügen inzwischen über eine “Anklingel”-Funktion. Falls du den Scooter nicht findest oder nicht alle dort parkenden absuchen willst, macht sich der Roller mit einem Klick auf der App bemerkbar.

Je nach Anbieter besitzen die jeweiligen Apps kleinere Zusatzfunktionen. Diese sollen dir das Nutzen schmackhafter machen. Du kannst teilweise Punkte sammeln, deine Statistiken präziser einsehen und soziale Dienste nutzen.

Eine Übersicht über alle Zusatzfunktionen der eScooter-Anbieter-Apps in Berlin habe ich dir hier zusammengestellt:

AnbieterZusatzfunktionen der App
LIMEFahrtenverlauf, Gruppenfahrten, Probleme melden
TIERFahrtenverlauf, Tier anrufen (!)
BIRDFahrtenverlauf, Probleme
CIRCFahrtenverlauf, Probleme
VOIFahrtenverlauf
Zusatzfunktionen der eScooter Apps

Momentan sieht das noch sehr übersichtlich aus. Wahrscheinlich versuchen die Anbieter die Apps funktional zu halten. Mich würde nicht wundern, wenn in Zukunft mehr Möglichkeiten hinzukommen.

Welcher Anbieter hat die besten eScooter?

Alle Anbieter besitzen unterschiedliche Modelle, die in ihrer Grundfunktion jedoch sehr ähnlich sind. Die eScooter sind für den Verleih, den häufigen Fahrerwechsel und für die unsanfte Behandlung ausgelegt.

Ihr Aufbau ist daher stabiler, aber auch schwerer als normal. Außerdem erfüllen alle Fahrzeuge die gesetzlichen Anforderungen an Bremsverhalten, Licht, Kennzeichen & Co.

Alle Verleih-eScooter-Modelle haben diese Eigenschaften:

  • Die Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h wird stets zügig erreicht
  • Die Beschleunigung erfolgt über einen Gashebel
  • Es sind immer 2 Bremsen verbaut
  • Alle Scooter besitzen eine StVO Beleuchtung
  • Das Eigengewicht ist höher als bei privaten E-Scootern
  • Die Stabilität der Leih-Roller ist größer
  • Das Fahrgefühl der Modelle ist vergleichbar

Trotz aller Gemeinsamkeiten gibt es jedoch auch Unterschiede in der Ausstattung, den Bremsen, der Anzeige und Bedienung.

(Dabei können auch innerhalb einer Flotte unterschiedliche Typen unterwegs sein. )

Hier unterscheiden sich die Anbieter in Berlin (meistens):

AnbieterBremsenDisplayAusstattung
LIMEHinterradbremse manuellGeschwindigkeit, Akku
TIER2 HandbremsenGeschwindigkeit, Akku
BIRD2 HandbremsenGeschwindigkeit, Akku
CIRC2 HandbremsenAkku LEDHandyhalterung, Getränkehalter
VOIHinterradbremse halbmanuellGeschwindigkeit, Akku

Auch hier erkennst du, dass die Anbieter sehr ähnlich aufgestellt sind und sich für den Nutzer nur wenige Unterschiede ergeben.

Entscheidend für mich sind dabei zwei Punkte:

  1. Die Bremsen
    Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine rein manuelle Hinterradbremse deutlich schlechter verzögert als zwei Handbremsen. Die Bedienbarkeit und Dosierung der Bremskraft sind für mich ein Ausschlusskriterium.

    Daher kann ich dir LIME insgesamt nicht empfehlen.
    Die Hinterradbremse von VOI ist halbmanuell und deutlich besser, als die von LIME. Der Roller fällt deswegen bei mir nicht durch.

  2. Die Sicherheit
    Hier ist neben den Bremsen das Tragen eines Helms unschlagbar. TIER ist der einzige Anbieter, der einen faltbaren Helm einführt. Noch ist dieses Gratis-Add-On noch nicht flächendeckend verfügbar, aber für mich bereits ein Grund diesen Anbieter zu unterstützen.

Die weiteren Ausstattungsmerkmale (Handyhalterung inkl. Ladung, Getränkehalter etc.) sind natürlich gute weitere Details, für mich persönlich aber nicht ausschlaggebend.

Informationen zu den Anbietern

Neben den technischen Details und allgemeinen Daten gibt es weitere interessante Informationen zu den Anbietern in Berlin. Außerdem verrate ich dir welche Anbieter ich (warum) nutze oder nicht-nutze.

LIME

Der US-amerikanische Gigant ist weltweit in 100 Ländern aktiv und damit der größte Anbieter überhaupt. In Deutschland ist man in 16 Städten vertreten.

Lime wurde 2017 gegründet und zeichnet sich durch ein rasantes und aggressives Wachstum aus. Die Zusammenarbeit mit Uber und die Übernahme von Ubers “JUMP” sind hierfür bezeichnend.

Neben den Scootern bietet man auch Verleih-Räder an.

Die Größe des Unternehmens ist zugleich auch seine Stärke. Die Abläufe sind perfektioniert und die Systeme (App, Scooter, Abrechnungen) laufen stabil.

Es ist zu erwarten, dass LIME auch weiterhin stark vertreten bleibt und sich sogar weiter ausdehnt.

Mein Eindruck:

Mit fehlt bei LIME etwas die Innovation und der Fokus auf den Kunden. Insbesondere die Bezahlung mit Guthaben schreckt mich ab. Ich nutze LIME selten.

Doch schaffe dir gerne selbst einen Eindruck und schaue ob LIME etwas für dich ist.

TIER

Das Berliner Start-Up existiert seit 2018 und ist inzwischen in über 11 Ländern aktiv. In Deutschland bedient man 45 Städte und ist damit der verbreitetste Anbieter. Die Roller basieren auf einem Modell des Herstellers Okai, das etwas angepasst wurde.

Auch Tier setzt natürlich auf rasantes Wachstum und plant einige Partnerschaften mit den Verkehrsbetrieben und großen Unternehmen (zBsp Sixt).

Die Übernahme kleinerer Roller- und Fahrrad-Firmen hat das Portfolio erweitert. Neben den eScootern sind daher eMofas und eRäder im Angebot.

Mein Eindruck ist, dass TIER stets einen Schritt weiter denkt als die Konkurrenz. So sind die Abos zu erst hier angedacht worden. Außerdem plant man mit faltbaren (kostenlosen) Helmen und Ladestationen in der Stadt, die das Einsammeln entbehrlich machen.

Sogar einen antibakteriellen und -viralen Kupfergriff hat man im Visier, den man zeitnah einführen will.

Zusätzlich bietet TIER einen eigenen eScooter zum Verkauf an. Dieser kann sogar per App mit Freunden geteilt werden.

TIER ist innovativ und legt den Fokus auf den Kunden.

Das Gesamtkonzept bei TIER ist einfach überzeugend für mich. Außerdem gefällt mir die Richtung in die der Anbieter denkt und die Klimaneutralität.

BIRD

Das Unternehmen wurde 2017 in den USA von einem ehemaligen Uber-Geschäftsführer gegründet und ist hauptsächlich im eScooter Verleih tätig.

Insgesamt ist man in 15 Ländern vertreten und bedient in Deutschland 5 Städte.

Im Jahr 2020 wurde der deutsche Konkurrent CIRC übernommen (der aber weiterhin unter eigenem Namen unterwegs ist.

BIRD setzt neben der Expansion auch auf die Weiterentwicklung der eScooter. So will man leichter und effektiver werden. Insbesondere die Reichweite ist ein großes Thema.

Auch wenn diese geplanten Verbesserungen alle Anbieter im Blick haben, gehört BIRD doch zu den finanziell stärksten und hat es hier leichter als andere.

Trotz dieser Vorhaben ist Bird etwas schwer greifbar. Sie unterscheiden sich kaum von den anderen. Was sie anbieten funktioniert, ist aber nicht besonders.

BIRD ist ein Standard-Anbieter.

Ich bin auf Grund der Probleme mit der App (die durchaus persönlich nur bei mir aufgetreten sein könnten) nicht überzeugt und lasse BIRD eher stehen, wenn es Alternativen gibt.

CIRC

Das im August 2018 gegründete deutsche Start Up hat sich Anfang 2019 von Flash in Circ umbenannt, da es nicht um Geschwindigkeit, sondern Sicherheit, Verantwortlichkeit und Komfort gehe.

Circ ist in mehr als 7 Ländern unterwegs und gehört zu den 4 großen Scooteranbietern in Deutschland. Außerdem war Circ sehr aktiv bei den regionalen Behörden und Verkehrsbetrieben.

Inzwischen wurde CIRC vom US-Konkurrenten BIRD aufgekauft und es scheint sich einiges zu ändern. So sind die Stundenpakete zum Beispiel nicht mehr auffindbar und auch die App scheint Probleme zu haben.

Insgesamt scheint CIRC nur noch ein Parallel-Unternehmen von BIRD zu sein. Die Apps und alle Details der Anbieter sind angepasst.

Außerdem gibt es nur spärliche Informationen und man erkennt nicht, wofür das Unternehmen steht.

Für mich sind die Unternehmen daher nicht mehr unterscheidbar.

CIRC ist nur noch eine Kopie von BIRD

Das heißt aber natürlich nicht, dass die eScooter nicht funktionieren, oder das Angebot schlecht ist.

MOO

Dieser Verleih-Anbieter kommt aus Großbritannien und ist 2019 in Amsterdam gestartet. Seit 2020 sind sie auch in Deutschland unterwegs (in Berlin gestartet).

Wie der Name schon verrät ist das Design dem einer Kuh nachempfunden und so sind sowohl App als auch Scooter gefleckt.

Davon abgesehen ist kein besonderer Unterschied zu den anderen Anbietern erkennbar. Sowohl die Roller, die App, als auch die Preispolitik sind vergleichbar.

MOO ist vom Branding abgesehen ein normaler Anbieter

Aber ein normaler Anbieter zu sein ist ja nichts schlechtes. Alles funktioniert auch wie bei den anderen meist einwandfrei.

Aktuell gibt es wie gesagt anscheinend ein paar Probleme, aber ich habe dem Anbieter bereits geschrieben und hoffe, dass bald wieder alles funktioniert.

VOI

Die 2018 gegründete schwedische Firma ist in Deutschland in 7 Städten unterwegs.

Von Schweden (und allem was da herkommt) erwartet man immer etwas besonderes und ein wenig moderner zu sein.

VOI ist von der Funktionsweise natürlich kein komplett anderes Unternehmen, setzt aber charmante Akzente.

Der Fokus auf den Kunden ist in der Preispolitik erkennbar und man versucht sichtlich die Fahrsicherheit zu fördern.

VOI besitzt nicht nur die normalen Zonen (Erlaubnis und Verbotsbereiche), sondern auch Langsamfahrgebiete. Außerdem führt man aktiv Sicherheitsveranstaltungen durch und gibt den Städten direkten Einblick in die Nutzung der Scooter.

VOI ist günstiger und sicherheitsbewusster als die meisten Anderen.

Neben TIER ist VOI damit mein absoluter Favorit.


Happy Rolling in Berlin!

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