Casco Activ 2 – Der Bequemste, aber nicht BESTE

Martin

Von Martin

Aktualisiert:

In meinem 3-teiligen Test der vielversprechendsten Helme habe ich im Eigenversuch Erfahrungen mit den Vor- und Nachteilen aller Modelle gesammelt.

Diese Erfahrungen und meine Empfehlungen möchte ich an dich weitergeben, egal ob du einen günstigen, super bequemen oder super sicheren (und fast perfekten) Helm suchst.

Casco Activ 2 im Test

Dies ist der Casco Activ 2, der das bequemste Modell ist und beim ADAC als Testsieger abgeschlossen hat. Bei mir schafft er es dennoch nicht auf Platz 1, denn dazu fehlen ihm Punkte in der Sicherheit.

Teil 1: Cratoni Pacer – Gut, aber nicht TOP
Teil 3: Uvex City Light – Der FAST Perfekte Helm

Zusammenfassung

Der Casco Activ 2 ist ein toller Helm mit guten Werten in der Sicherheit und dem Design. Seine Passform ist sehr gut und im Zusammenspiel mit dem idealen Kinnriemen ist er der bequemste Helm den ich kenne! Die Reflektionsbänder können leider nicht die Abstriche in der Beleuchtung kompensieren, weshalb er es nur auf den zweiten Rang schafft.

Pro und Contra

VorteileNachteile
– hoher Schutzfaktor
– beste Passgenauigkeit
– sehr guter Verschluss
– hohe Qualität
– keine aktive Beleuchtung
– gehobener Preis

Cratoni PacerCasco Activ 2Uvex City Light
Sicherheit5/55/55/5
Beleuchtung2/53/55/5
Passform3/55/54/5
Kinnriemen4/55/55/5
Einstellbarkeit4/55/55/5
Design4/54/54/5
Verarbeitung4/55/55/5
Gesamt4/54,5/55/5

Du bekommst den Casco Activ 2 in allen größeren Fahrradläden und natürlich auch im Internet bei diversen Shops. (Hier findest du den aktuellen Preis bei Amazon)

Sicherheit

Der Casco Activ 2 landet beim ADAC Test auf dem ersten Platz und verdankt dies seinem hohen Schutzfaktor. Das Inmold Design (Einzelteile fest verbunden) macht ihn in Verbindung mit den weiten Schutzzonen zu einem sicheren Helm.

Auch bei diesem Helm ist der wichtige Schutz des Hinterkopfes gut gelöst und auch die empfindlichen Schläfen sind ausreichend abgedeckt.

Beleuchtung

Zur Sicherheit gehört aber auch, dass ich in der Dunkelheit gesehen werde, denn bei einem Unfall zu schützen ist die eine Sache, aber einen Unfall zu verhindern eine ganz andere. Nicht umsonst wird ein Großteil der gefährlichen Zusammenstöße mit Fahrrädern durch ein Übersehen anderer Verkehrsteilnehmer verursacht.

Der Casco Activ 2 besitzt keine aktive Beleuchtung und kann auch nicht explizit nachgerüstet werden.

Man war sich der Problematik jedoch bewusst und hat versucht mit den Reflektorbändern einen Ausgleich zu schaffen. Kommt es zu der beabsichtigten Reflexion ist der Effekt tatsächlich gut und kann die Sichtbarkeit deutlich erhöhen. Ich konnte in meinem Test jedoch nicht aus jedem Winkel eine Reflexion erzeugen.

Gut gemacht, aber nicht aktiv genug

Die Reflektorbänder sind nicht schlecht, können aber bei Weitem nicht mit einer guten akiven Beleuchtung mithalten. Deshalb gibt es deutliche Abzüge in diesem Bereich.

Solltest du dich für den Casco entscheiden ist eine Nachrüstung mit einer markenfremden Beleuchtung sinnvoll.

Passform / Bequemlichkeit

Den Casco Activ 2 gibt es in den drei verschiedenen Größen S (52-56cm), M (56-58cm) und L (58-62cm).

Ich habe mich mit meinen 57 cm Kopfumfang daher für den Helm in Größe M entschieden.

Die Einstellung des Modells erfolgt wie bei fast allen Helmen mit dem Drehrad am Hinterkopf sowie den Kinnbändern.

Schon beim ersten Aufsetzen wurde ein riesiger Unterschied zum Cratoni Pacer deutlich. Der Casco hat eine unheimlich angenehme Bequemlichkeit und die angegebene Größe stimmt exakt mit dem Kopfumfang überein.

Durch die gute Polsterung (auch am Hinterkopf) und die stimmende Passform ist der Casco Activ 2 der bequemste Helm den ich kenne!

Dies könnte natürlich auch an meiner individuellen Kopfform liegen, die zufällig zum Innendesign des Helms passt. Jedoch habe ich den Helm auch anderen Personen zum Aufsetz-Test gegeben und alle haben den Unterschied zum Cratoni sofort bestätigt.

Somit bleibt es dabei: Wer einen bequemen Helm sucht kommt am Casco Activ 2 nicht vorbei!

Kinnriemen

Ein wichtiger Punkt für mich ist der Kinnriemen, der einen Großteil der Bequemlichkeit ausmacht. Gerade für einen Bartträger ist ein ständiges Einklemmen der Haare durch eine zu einfache Lösung sehr unangenehm.

Außerdem ist die einfache Bedienbarkeit ein entscheidender Faktor, denn nichts ist ärgerlicher als bei jedem Auf- und Absetzen mit dem Öffnungsmechanismus zu kämpfen.

Der Casco besitzt ein etwas anderes Verschlusssystem als die meisten anderen Helme.

Tolles System!

Das Casco-Loc besteht aus einem karabinerähnlichen Haken der zum Schließen des Riemens eingehakt und zum Öffnen mittels Zugbändchen wieder gelöst wird.

Was zunächst ungewohnt erscheint funktioniert absolut tadellos! Der Verschluss hält trotz seines halboffenen Design bombenfest. Außerdem ist er problemlos mit einer Hand zu Öffnen.

Die Handgriffe sind intuitiv und gehen super schnell. Kein anderer Verschluss ist so einfach und effektiv. Ein tolles Design!

Der beste Kinnriemen im Test wird abgerundet durch eine sehr angenehme Polsterung. Diese ist mit einem Klettverschluss befestigt und kann somit leicht gewechselt und gereinigt werden.

Inbetriebnahme / Einstellbarkeit

Der Casco ist ein durchdachter Helm der auch bei der Inbetriebnahme punktet. Die Verstellung des Umfangs erfolgt über eine angenehme Drehung am Hinterkopfverschluss. Dort kann auch der Sitz des ganzen Hinterkopfteils über 4 Stufen angepasst werden.

Die Riemen lassen sich ebenfalls leicht und gut einstellen und sorgen so für einen optimalen Sitz des Helmes auf dem Kopf.

Die Sonnenblende ist abnehmbar und sogar höhenverstellbar. Während das Abnehmen ein wenig frickelig sein kann ist die Höhe sehr einfach änderbar.

Insgesamt ist die Einstellbarkeit des Casco extrem gut und ermöglicht es so für nahezu jeden Kopf einen perfektes Setting zu finden.

Design

Das Aussehen des Casco ist etwas weniger dynamisch als das des Cratoni, aber immer noch sportlich. Die Luftöffnungen sind gerader gehalten und die Kanten angenehm abgeflacht.

Die Riemen werden durch den Helm geführt und dort an einzelnen Streben gehalten. Außerdem werden die Reflektorbänder über den Helm geführt und sind in verschiedenen Farben erhältlich.

Der Helm macht einen sehr hochwertigen und abgestimmten Eindruck. Die Details bringen dabei auch den höheren Preis zum Ausdruck.

Auf dem Kopf sieht er trotz der guten Überstände nicht klobig aus und bleibt vergleichsweise schlank. Die einzelnen Designelemente sind dezent und passend eingebaut und auch das Emblem auf der Stirn stört nicht.

Insgesamt ist der Casco Activ 2 damit ein dezenter sportlicher Helm mit einem ansprechenden Aussehen.

Verarbeitung

Der Casco wird in Europa hergestellt und besitzt eine tadellose Verarbeitung.

Alle Elemente sind perfekt miteinander verbunden und man findet keinerlei Ungenauigkeiten. Die Materialien sind absolut hochwertig und gut aufeinander abgestimmt.

Der etwas höhere Preis schlägt hier voll durch und du bekommst einen Helm der der sein Geld wert ist.


Dies ist Teil 2 meines Trageversuchs der drei vielversprechendsten Helmmodelle. Siehe auch:

Teil 1: Cratoni Pacer – Eine Gute Wahl Aber Nicht TOP
Teil 3: Uvex City Light – Der FAST Perfekte Helm


>>> Hier den aktuellen Preis auf Amazon prüfen und sich weitere Rezensionen anschauen <<<

4 Gedanken zu „Casco Activ 2 – Der Bequemste, aber nicht BESTE“

  1. Hallo Martin,
    du schreibst, dass die Riemen verstellbar sind. Das gilt aber nur für den Kinnriemen?
    Oder haben die seitlichen Riemen noch etwas Spiel zum verstellen?
    Danke
    Kerstin

    Antworten

Schreibe einen Kommentar